„Vegan in Topform!“ – Buchvorstellung & Erlebnisbericht

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„Vegan in Topform!“ – Buchvorstellung & Erlebnisbericht

Gastbeitrag von Judith Riemer

Seit kurzem ist Brendan Brazier‘s „Thrive Diet“* endlich auch auf Deutsch erhältlich. „Vegan in Topform“* nennt sich das Buch, das im Unimedica Verlag erschien.

Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Bereits vor einigen Wochen habe ich mir das englische Exemplar als e-Book besorgt, um mir einen Einblick in das Leben und das Training eines kanadischen Top-Athleten zu verschaffen, der bereits mit 15 Jahren beschloss, mit der Teilnahme an Triathlons seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Da ich bekennender Fan von möglichst hochgesteckten, scheinbar unerreichbaren Zielen bin, war mir der Autor bereits auf den ersten Seiten höchst sympathisch. Das Vorwort von Hugh Jackman, der sich mit Braziers Hilfe in einen athlethischen Wolverine verwandelte, tat sein Übriges.

Vegan mit kleinen Portionen

Als Frau der Tat begann ich, gleichzeitig zu lesen und nach den Rezepten zu kochen. Was mir Herrn Brazier noch etwas sympathischer machte ist seine Aufforderung, möglichst über den ganzen Tag hinweg Kleinigkeiten zu essen. Der Körper hätte dadurch weniger Arbeit mit der Verdauung, da er ständig auf kleiner Flamme arbeiten, sprich verdauen, kann und keine großen Portionen zu verarbeiten hat. Die so gesparte Energie bleibt somit übrig für Regeneration und vermehrte Trainings. Das klang einleuchtend und kam mir sehr entgegen, denn mit 5-Stunden-Pausen zwischen dem Essen litt nicht nur meine Laune, sondern auch mein Umfeld. Ich war noch nie gut im Hungern.

„Vegan in Topform!“: Pluspunkte

Für mich ergaben sich etliche Pluspunkte dieser Diät (im Englischen bedeutet das Wort „diet“ übrigens nicht, das, was wir darunter verstehen – sondern einfach „Ernährung“):

  • Es werden natürliche, unverarbeitete Produkte verwendet (mit wenigen Ausnahmen)
  • Geschmackliche Highlights inklusive!
  • Satt essen ausdrücklich erwünscht.
  • Abwechslungsreiche Gerichte.
  • Zucker und Süssungsmittel finden kaum Verwendung.

„Vegan in Topform!“: Punktabzug

Natürlich gibt es immer zwei Seiten und so gibt es ein paar Punkte, die etwas stören:

  • Übersetzung ist teils nicht astrein (Carob-Pulver wird z.B. mit Johannisbrotkernmehl übersetzt, was zwei verschiedene Dinge sind: Carob-Pulver ist ein Ersatz für Kakaopulver, während man Johannisbrotkernmehl zum Andicken von Soßen etc. verwendet)
  • Ohne ordentlichen Mixer wird‘s schwierig – Vitamix wäre perfekt, aber wer hat den schon?
  • Zubereitungsangaben sind teils am Anfang des Kapitels und bei den Rezepten selbst stehen nur noch die Zutaten – daher ist mehrmaliges Umblättern anfangs oft nötig.

Veganes Schlemmen ist angesagt

Hungern muss hier aber niemand – veganes Schlemmen ist angesagt mit Lebensmitteln, die der Körper leicht verarbeiten kann. Ich empfehle übrigens die Leinsamenburger und Pizza in allen Variationen, die sind wirklich grandios; die ersten 2 Kilos haben sich schon aus dem Staub gemacht. Alles in allem werde ich bei dieser Ernährungsform bleiben und hoffe, dass sie auch auf meine sportlichen Ergebnisse positive Auswirkungen hat, wie Brazier in seinem Buch beschreibt. Denn ich habe das Gefühl, endlich den richtigen, pflanzlichen Treibstoff gefunden zu haben – auch ohne Vitamix. Mit einem guten Stabmixer ist übrigens viel gerettet, dennoch ist ein kräftiger Standmixer beinahe unverzichtbar, wenn man die Smoothies und Suppen gerne so cremig hätte, wie sie es eben nur mit dem richtigen Küchengerät werden.

Jetzt geht‘s für mich erst mal los zum ersten Viertelmarathon meines Lebens, natürlich mit pflanzlichem Treibstoff à la Brendan Brazier, und wie diese Geschichte ausgeht, könnt ihr in meinem Blog „veganmarathon“ nachlesen. Und falls Wolverine demnächst eine Partnerin an seiner Seite braucht, dann stehe ich selbtverständlich gerne zur Verfügung!

Eure Judith

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